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spielplatz:testseite_4 [2010/03/17 09:44]
gmbo von Laure87 geschriebener Text
spielplatz:testseite_4 [2010/05/03 17:05]
gmbo Bowtenzugschmierung angehängt
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-====== ​Anleitung zum einfachen Lackieren und Kitten ​======+====== ​Kupplungsseil wechseln ​======
  
-Dass die Farbe die richtige sein muss, brauch ich wohl nicht sagen! Aber ich mal bei Null an:+Der Wechsel des Kupplungszuges geht schnell von der Hand.
  
-LACKIERT UND GEKITTET WIRD NUR BEI RAUMTEMPERATUR!!!!!!!!!!!!!!!!+Benötigtes Werkzeug und Material: Maulschlüssel 12 und 14 mm, Isolierband und natürlich einen neuen geschmierten Kupplungszug.
  
-==== KITTEN ====+Als erstes müssen die beiden Muttern an der Kupplugsgehäusebefestigung des Kupplungszuges gelöst werden. ​ Die Einstellmutter zurückgedreht und die Gegenmuttter abgeschraubt werden. Jetzt kann das Seil am Motor ausgehängt und die Gegenmutter entfernt werden. Danach werden die Einstell und Arretierschrauben am Griff so gedeht, dass das Seil durch den Schlitz herausgenommen werden kann. Der Nippel des Kupplungsseils wird dann auch am Griff ausgehängt. 
 +Der neue Zug wird jetzt am Alten mit Isolierband befestigt und dann nach oben durchgezogen. Das verhindert dass man den falschen Weg benutzt. Der Nippel wird eingehängt und die Griffjustierschraube wird ein Sück herausgedreht und nach dem entfernen der Befestigungsmutter der Zug am Gehäusehalterung durchgesteckt,​ die Mutter aufgefädelt und der Zug eingehängt.  
 +jetzt die Spannmutter so weit angezogen bis sich das Kupplungseil strafft. Jetzt die Befestigungsmutter anziehen und dann das Kupplunsspiel am Griff einstellen und mit der Arretierschraube sichern. 
 +Auch wenn die Verlegung des Zuges richtig sein müsste, kontrolliert man noch ob sich das seil beim einschlagen des Lenkers nicht knickt oder spannt. 
 +Das war es schon. ​   ​
  
-Gekittet werden Teile, die tiefe Kratzer aufweisen, oder durchgerostet sind, oder die einfach nur eine kleine Delle haben. Man verwendet hierzu einen 2-Komponenten Karosseriekitt.+{{:​motor_und_getriebe:​kupplung:​kupplungszugwechsel.jpg?​512|Beschreibung Kupplungszugwechel}}
  
-Sind Kunststoffverkleidungen gerissen, werden die zuerst mit Glasfasermatten und Kunstharz an der Innenseite verstärkt und dann gekittet. Bei tieferen Rissen in Kunststoffen zuerst mit GfK-Spachtel vorspachteln und dann mit dem 2K-Kitt.+//Bild: Der Kupplungszug ist schnell gewechselt.//
  
 +== Bowdenzüge ==
 +{{:​motor_und_getriebe:​kupplung:​bowdenzug.jpg|Aufbau eines Bowdenzuges}}
  
-Beim Kitten ist darauf zu achten, dass die Teile staub-, fett- und rostfrei sind. Danach mischt man in einem eigenen Behältnis (Plastikbecher) den Kitt mit dem Härter und streicht diese sofort mit einem schmalen Spachtel in den Riss. Der Kitt härtet je nach Mischung in ca. 2 – 4 Minuten, also sollte man sich beeilen. Man sollte den Kitt mit dem Spachtel so gut wie möglich glätten, da dieser in ausgehärtetem Zustand nur noch mit Schleifpapier bearbeitbar ist.+//Bild: Aufbau eines Bowdenzuges//​
  
-Dann gehts ans Schleifen. Da gibt’s nicht viel zu sagenaußer dass man das Schleifpapier nass machen ​sollte, mit 800er Papier anfängt ​und mit 1000er Papier endet.+In  den modernen Bowdenzügen ​gibt es häufig eine Seele aus Teflon. In einigen Foren wird davor gewarnt diese mit normalem Öl zu schmierenda das Teflon sonst aufquillt. Damit man sich seine eigene Meinung darüber ​machen ​kann hier mal die Eigenschaften von PTFE.\\ ​  
 +== PTFE oder Teflon® == 
 +PTFE zeichnet sich durch mehrere Besonderheiten aus: 
 +  * PTFE ist sehr reaktionsträge. Selbst aggressive Säuren wie [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​K%C3%B6nigswasser|Königswasser]] können PTFE nicht angreifen. Der Grund liegt in der besonders starken Bindung zwischen den [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Kohlenstoff|Kohlenstoff]]- und den [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Fluor|Fluor]]atomenda Fluor das [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Chemisches Element|Element]] ​mit der stärksten [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Elektronegativität|Elektronegativität]] ist. So gelingt es vielen Substanzen nicht, die Bindungen aufzubrechen ​und mit PTFE chemisch zu reagieren. 
 +  * Es ist äußerst beständig gegen alle [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Basen (Chemie)|Basen]],​ [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Alkohole|Alkohole]],​ [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Ketone|Ketone]],​ [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Leichtbenzin|Benzine]],​ [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Öle|Öle]] usw.; unbeständig ist es nur gegen sehr starke Reduktionsmittel wie Lösungen von Alkalimetallen (z. B. [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Natrium|Natrium]]) in flüssigem Ammoniak oder gegen sehr starke Oxidationsmittel wie elementares [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Fluor|Fluor]] bei höheren Temperaturen;​ Einsatztemperatur bis 260 °C (bei Temperaturen über 400 °C werden [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Toxizität|hochtoxische]] [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Pyrolyse|Pyrolyse]]produkte wie z. B. [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Fluorphosgen|Fluorphosgen]] (COF<​sub>​2</​sub>​) freigesetzt,​ die zu [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Teflonfieber|Teflonfieber]] führen); frostbeständig bis −270 °C; nur nach Vorbehandlung klebbar; [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Schweißen|Schweißen]] möglich, aber nicht üblich; leicht wachsartige Oberfläche (nicht so ausgeprägt wie bei [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Polyethylen|PE]]);​ physiologisch unbedenklich 
 +  * PTFE hat einen sehr geringen [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Reibungskoeffizient|Reibungskoeffizient]]en. PTFE rutscht auf PTFE ähnlich gut wie nasses Eis auf nassem Eis. Außerdem ist die [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Haftreibung|Haftreibung]] genauso groß wie die [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Gleitreibung|Gleitreibung]],​ so dass der Übergang vom Stillstand zur Bewegung ohne [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Stick-Slip-Effekt|Rucken]] stattfindet. 
 +  * Es existieren nahezu keine Materialien,​ die an PTFE haften bleiben, da die [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Oberflächenspannung|Oberflächenspannung]] extrem niedrig ist. PTFE ist schwierig zu benetzen. Der [[http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Kontaktwinkel|Kontaktwinkel]] mit Wasser beträgt 126°. 
 +                      
 +Auch wenn ich nicht glaube, dass normale Öle Flour, Natrium oder Amoniak enthalten, sollte man zur Schmierung ein PTFE-haltiges Schmiermittel,​ wie es von einigen Firmen für Bowdenzugschmierung angeboten wird, denn das bedeutet weniger Verschleiß. 
 +Als Zusatzinfo: Teflonseelen werden wegen ihrer Resistenz gegen agressive Bremsflüssigkeit z. B. in Stahlflexleitungen eingesetzt.
  
-==== LACKIEREN ==== 
  
-Fahrzeugteile sollte man nur spritzen, nicht pinseln! + 
-Dazu braucht man eine Lackierpistole und einen Kompressor. Den Kompresseor stellt man auf ca. 3 - 5 Bar ein.+
  
-Dann nimmt man ein glattes Stück Blech und irgendeinen billigen Lack und probiert ein bisschen , bis man ein Gefühl dafür entwickelst. Stelle die Pistole so ein, dass nur sehr wenig Lack rauskommt, und der auf eine große Fläche verteilt ist!!!!! 
  
-Wenn du glaubst ein Gefühl dafür zu haben, kannst du beginnen: 
  
-Zuerst muss der alte Lack runter: Schleifpapier,​ Wasser und Muskelkraft. Zum Schluss mit 1000er Körnung nachschleifen. Geschliffen wird bei Kunststoff am besten Nass. Sprich: Schleipapier nass machen. 
  
-Das Abkleben der Teile ist dann wichtig, wenn die zu lackierende Fläche an andere Flächen grenzt, die nicht lackiert werden sollten. Dazu nimmt man ein spezielles Papierabklebeband,​ daß den Lack nicht angreift und auch nicht so stark haftet, dass man die Arbeit dann umsonst gemacht hat. Gibt es eine klare Linie auf lackieren Flächen, die an eine neu zu lackierende angrenzen (Rallystreifen o.ä.) so verwendet man ein dünnes Silikonband,​ damit kein sichtbarer Rand entsteht. Abgezogen werden die Streifen nach der //​grifffesten//​ Phase, da der Lack da zwar schon hart ist, aber noch elastisch ist und nicht aussplittert. 
- 
-Dann musst du es reinigen. *ACHTUNG:* Bei Kunststoff, kein Nitro, sondern REINIGUNGSBENZIN!!!! Nitro greift den Kunststoff an. 
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-Wenn es ein Kunststoffteil ist, musst du auch eine spezielle Grundierung (wichtig!!) verwenden, einen sog. PRIMER. 
-Den Sprühst du auf das Teil und lässt ihn, laut Anleitung auf der Dose, trocknen. 
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-Danach zwei Schichten Grundlack (damit ist der farbige gemeint) im Abstand von zirka 15 Minuten. 
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-Zirka 15 - 20 Minuten danach eine dünne Schicht Klarlack. 
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-Jetzt lässt man das ganze bei Raumtemperatur zirka eine Woche richtig aushärten. Dann kann man es montieren. 
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-==== WICHTIG ==== 
-Für alle Schichten gilt: Hauchdünn auftragen, sonst bilden sich Tropfnasen! Lieber eine Schicht mehr auftragen als eine zu dick! 
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-Klingt zwar im ersten Moment etwas viel, ist aber halb so schlimm. Wie schon gesagt: Einfach an einem Blech lang genung üben! 
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-==== Rechtsbelehrung ==== 
-Dies ist eine Anleitung und keine Garantie. Wenn man sich an diese hält, sollte es normalerweise aussehen wie vom Fachmann gemacht. Haftung für Schäden übernehme ich natürlich nicht. Der Ausführende haftet alleine für seine Unfähigkeit! 
spielplatz/testseite_4.txt · Zuletzt geändert: 2018/11/06 21:08 (Externe Bearbeitung)
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